Historie
Historie der Deutschen Montessori Gesellschaft

1925
Gründung der Deutschen Montessori Gesellschaft durch die jüdische Lehrerin Clara Grundwald in Berlin. Sie wird die erste Vorsitzende der DMG.

1926–1927
Maria Montessori führt einen Ausbildungskurs mit Clara Grunwald in Berlin durch.

1935
Berufsverbot für jüdische Montessori PädagogInnen wie Clara Grunwald und Verbot von Montessori Einrichtungen durch die Nationalsozialisten. Clara Grunwald unterrichtet ihre Kinder aber weiter, bleibt freiwillig bei ihnen und wird mit ihnen interniert.

1939
Gründung der Association Montessori Internationale (AMI) in Berlin.

1943
Deportation von Clara Grunwald mit den von ihr betreuten Kindern ins Vernichtungslager Ausschwitz/Birkenau. Sie stirbt entweder auf dem Transport oder wird kurz nach ihrer Ankunft umgebracht.

April 1952
Neugründung der DMG auf Initiative von Maria Montessori und Paul Scheid in Frankfurt. Ihr Sohn Mario Montessori ist Gründungsmitglied, Maria Montessori wird zur Ehrenpräsidentin ernannt. Paul Scheid wird der erste Präsident der DMG nach dem zweiten Weltkrieg.

Mai 1952
Maria Montessori stirbt in Holland.

1954
Erster Montessori Ausbildungskurs nach dem Weltkrieg in Frankfurt mit über 100 TeilnehmerInnen. Dieser Kurs wird mit Unterstützung von Mario Montessori für ErzieherInnen und LehrerInnen (1. und 2. Schuljahr) konzipiert. Die meisten nationalen Diplomkurse in Deutschland folgen bis heute diesem Konzept. Mario Montessori erkennt die DMG als affiliierte Organisation der AMI an.

1961
Mitglieder der DMG trennen sich vom Verein und gründen in Nordrhein-Westfalen eine eigene »Montessori Vereinigung Aachen, Sitz Köln« mit Schwerpunkt für katholische PädagogInnen.

1972
Die Diplomkurse der DMG werden von der AMI als Kurse für Kinder von 3 bis 7 Jahren anerkannt.

1987
Paul Scheid übergibt aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz der DMG an Winfried Böhm, Würzburg.

2000
Gründung von Montessori Europe (ME), Gründungsmitglied ist die DMG.

2001
Rainer Völkel, Wiesbaden, übernimmt den Vorsitz der DMG.

2004
Gründung des »Montessori Dachverbandes Deutschland« (MDD) unter Mitwirkung der DMG.

2005
Beschluss des DMG Vorstandes, das seit 1954 bestehende Montessori Ausbildungskonzept zu überarbeiten und neue, zeitgemäße Angebote zu entwickeln. Dabei soll ausdrücklich versucht werden, eine Annäherung an die internationalen Inhalte der AMI zu erreichen.

2006
Die DMG entwickelt mit der Österreichischen Montessori Gesellschaft das erste deutschsprachige »Montessori Qualitätssiegel« (MQS), ein Evaluationskonzept für Montessori Kinderhäuser.

2007–2015
In der Folge entstehen: »montessori- diplom-plus (m+)« als weiterführende Qualifikationsmöglichkeit für Montessori LehrerInnen, ein »Binnen-differenzierter Diplomkurs« für Kinder von 0 bis 12 Jahren und Diplomkurse für Kinder von 0 bis 3 Jahren, 0 bis 6 Jahren und 6 bis 12 Jahren.

2012
Die DMG beginnt, neue Montessori Ausbildungskonzepte auf der Basis der internationalen Inhalte der AMI unter dem Titel »PRIMA=Praxis-integrierte-Montessori-Ausbildung für Kinder von 0 bis 6 und von 6 bis 12 Jahren« als Pilotkurse anzubieten.

ab 2013
Ein Montessori Ausbildungskurs für »BetreuerInnen von SeniorInnen und Demenskranken« wird in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen erprobt.

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